Ihr Orthopäde in Coesfeld: Dr. N. Yücel, Praxis für Orthopädie und Unfallchirurgie - Chirotherapie

Manuelle Therapie:

Die Wurzeln der manuelle Medizin oder auch Chirotherapie reichen bis in die Naturmedizin vieler Völker. So wurden erste Beschreibungen im 5. Jahrhundert v. Chr. bei den Griechen gefunden. Ihre Verbreitung als ärztliche Behandlungsmethode beginnt nach dem 2. Weltkrieg unter dem Einfluß amerikanischer Chiropraktiker und Osteopathen. In Deutschland etablierten sich 2 Fachgruppen (Dr.-Karl-Sell-Ärzteseminar (MWE) aus Isny sowie die FAC aus Boppard), die sich 1966 unter dem Dach der Deutschen Gesellschaft für Manuelle Medizin (DGMM) zusammenschlossen. 

Grundprinzipien der Manuellen Medizin: 

Die manuelle Therapie hat das Ziel eine gestörte Gelenkfunktion zu erkennen und individuell zu behandeln. Bei den Funktionsstörungen handelt es sich nicht um ein rein mechanistisches Problem („blockierter Wirbel") sondern viel mehr um ein gestörtes Gelenkspiel einschließlich des Gelenkes und seiner umgebenen Weichteile sowie deren neurophysiologische Steuerung.

  1. Massage:
    Direkte therapeutische Einwirkung auf Haut, Unterhaut, Muskulatur, Sehnen und Bänder einschließlich ihrer Nervenendorgane. Hierunter fallen Bindegewebsmassagen, Periostmassagen oder Querfriktionen.
  2. Mobilisation:
    Bei der Mobilisation wird auf die gelenkbegleitenden Weichteile eingewirkt im Sinne einer sanften Dehnung von Kapseln, Bändern, Sehnen und gelenknahen Muskelursprüngen und -ansätzen.
  3. Manipulation:
    Lösung einer Blockierung durch einen kurzen dosierten Impuls in die freie (somit schmerzfreie) Richtung.

Literatur:

  1. Bischoff HP: Chirodiagnostische und chirotherapeutische Technik; Lehrbuch der Manualmedizin, 4. Auflage, Spitta Verlag (Balingen) 2002
  2. Roesch-Löhr U, Beyer WF: Physikalische Therapie Teil 2, Orthopädie und Unfallchirurgie up2date 3/2008, Georg Thieme Verlag Stuttgart New York, S: 413-422 

Mitgliedschaften